Ostern 2025
Klaus Wallrath (*1959) – Missa in F
Mit der Missa in F hat der Abteichor erstmals ein Werk von Klaus Wallrath einstudiert – eine Entdeckung, die den Sängerinnen und Sängern während der Proben viel Freude bereitet hat. Klaus Wallrath wurde 1959 in Korschenbroich geboren. Nach seinem Abitur am Stiftischen Humanistischen Gymnasium Mönchengladbach studierte er Katholische Kirchenmusik an der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf und schloss anschließend noch ein Klavierstudium mit dem Konzertexamen ab.
Seit 1987 – und damit praktisch sein gesamtes Berufsleben – war Wallrath als Kantor und Chorleiter an der Basilika St. Margareta in Düsseldorf-Gerresheim tätig, dabei seit 1995 auch verantwortlich für die aus mehreren Kirchen fusionierte Kirchengemeinde St. Margareta. Unter seiner Leitung konnte Wallrath in der Gemeinde ein sehr reges kirchenmusikalisches Leben entwickeln mit diversen Konzertreihen, dem Basilikachor und weiteren Kirchenchören an den anderen Kirchen, einer Choralschola, einem Kammerchor sowie einer Chorschule mit drei Kinderchören und einer Jugendkantorei.
Neben diesem intensiven kirchenmusikalischen Wirken kann Wallrath auch ein sehr umfangreiches kompositorisches Schaffen vorweisen mit Motetten, Kantaten, Oratorien, Kindermusicals und Messen. Die Messkomposition des Ostersonntags 2025 stammt aus dem Jahr 2017 und ist den Sängerinnen und Sängern der kirchlichen Chöre des Bistums Speyer gewidmet. Am 6. Juli 2025 hat die Gemeinde St. Margareta Klaus Wallrath in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet.
Damenstift Gerresheim
Die Wirkungsstätte von Klaus Wallrath – die früher selbständige Stadt Gerresheim und die Basilika St. Margareta – entwickelten sich aus dem sehr alten Damenstift Gerresheim. Es wurde im letzten Drittel des 9. Jahrhunderts von einem fränkischen Adligen Gerrich oder Gerricus gegründet; seine Tochter Regenbierg war die erste Äbtissin des Stifts. Die heutige Basilika St. Margareta wurde zwischen 1220 und 1230 als Kirche des Stifts errichtet.
Die mächtige und kunsthistorisch bedeutende Äbtissin des Essener Damenstifts Theophanu (*um 997-1058) war auch Äbtissin von Gerresheim; ebenso später auch die Äbtissin Hadwig von Wied (*vor 1120, ✝vor 1172). Zu den Besitzungen des Gerresheimer Stifts zählten zumindest zeitweise wohl auch Höfe in Duisburg-Rheinheim – in Duisburg-Mündelheim gibt es heute noch einen Rheinheimer Weg – bei Dinslaken sowie die Pfarrkirche in Duisburg-Meiderich.